Zwölf Städte, zwölf Stadien

brasilienkarte Manaus Fortaleza Cuiabá Natal Recife Salvador Brasília Belo Horizonte São Paulo Rio de Janeiro Curitiba Porto Alegre

Der Regenwald des Amazonas, die Savannen und Feuchtgebiete Zentralbrasiliens, die Prärie des Südens, die Strände des Nordostens und die Metropolen der Küste – die Wahl der zwölf brasilianischen Spielorte hätte aus touristischer Sicht kaum vielfältiger ausfallen können. Verteilt ist das alles über ein riesiges Land, das nicht zuletzt durch seine Begeisterung für den Fußball zusammengehalten wird. Die allerdings ist nicht an jedem der Spielorte so ausgeprägt wie in den großen Fußballstädten Rio und São Paulo, wo es jeweils gleich vier große Klubs gibt. Nicht jede der Gastgeberstädte verfügt derzeit über ein Erstligateam. Dennoch entstehen in Manaus im Dschungel oder in Cuiabá am Rand des Sumpfgebietes Pantanal für die WM neue Arenen.

Insgesamt vier komplette Neubauten, fünf Sanierungen und drei Neubauten am Platz der alten Spielstätte – so sieht die Stadionübersicht für das Turnier in Brasilien aus. Natürlich sind dabei auch wieder absolut spektakuläre Arenen entstanden wie etwa das Estádio Nacional Mane Garrincha in der Hauptstadt Brasília. Die Frage allerdings, zu welchem Preis das geschieht, hat in Brasilien schon während des Confed-Cups im Sommer 2013 für viel Unruhe und Massendemonstrationen gesorgt. Steuergelder, die in teure WM-Stadien fließen, Einwohner, die dafür umgesiedelt werden, und Preiserhöhungen – das sind ebenfalls Begleiterscheinungen des großen Sportereignisses. Wir wollen bei aller Begeisterung für den Fußball und die WM auch diese Aspekte nicht ganz aus den Augen verlieren. Deswegen findet ihr in unseren Porträts der Städte und Stadien auch immer wieder ein paar Hinweise auf das, was sich neben den beeindruckenden Stadien und etwas abseits der touristischen Zentren abspielt.