Bayern München zieht davon

Die aktuelle Saison der Deutschen Fußball-Bundesliga startete im Vorjahr so spannend, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Der Titelverteidiger aus München konnte seine von vielen Experten prognostizierte Favoritenrolle nicht ausfüllen, ganz im Gegenteil.

Die Anzahl der leistungsstarken Klubs erwies sich als so umfangreich wie nie zuvor. Zeitweise kämpften bis zu neun Teams um die Tabellenspitze in der Deutschen Fußball-Bundesliga. Die Führung wechselte regelmäßig, die Bayern rutschten immer weiter ab. Das ging einige Zeit gut, doch dann war der Trainer fällig. Die Vereinsspitze zog die Notbremse und feuerte Niko Kovač. Die Suche nach einem Nachfolger erwies sich als schwierig, daher setzte man vorerst auf den bis dato Co-Trainer Hansi Flick. Der machte aus der Not eine Tugend und stabilisierte den Verein in einem ersten Schritt.

Flick gelingt der Umschwung

Unterdessen kämpften Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig um die Vorherrschaft in der Liga. Die Ostdeutschen, die sehr gut in die neue Saison gestartet waren, eroberten gegen Ende der Hinrunde die Führung zurück, Mönchengladbach hatte das Nachsehen. In der Zwischenzeit etablierte sich Hansi Flick in München. Es gelang ihm die Instabilität der Mannschaft zu beenden und Bayern München auf die Erfolgsspur zurückzuführen. Das zeigte sich nicht nur in der UEFA Champions League, sondern auch in der Deutschen Fußball-Bundesliga, sowie im DFB-Cup. Woche für Woche tasteten sich die Bayern wieder an die Spitze der Tabelle heran.

Rückkehr an die Spitze

RB Leipzig ging als Herbstmeister in die Winterpause und galt bei den Experten als klarer Widersacher im Kampf um den Titel. Doch es sollte anders kommen. Schneller als erwartet kämpfte sich der Serienmeister zurück. RB Leipzig verlor überrraschend Punkt um Punkt und büßte seine Spitzenposition ein. Das Duell der beiden Spitzenreiter in München sollte eine Vorentscheidung bringen, doch es kam nicht dazu. Die Meisterschaftsfavoriten trennten sich 0:0, die Entscheidung wurde damit vertagt. Doch das sollte sich nur als kurzfristige Verzögerung herausstellen. Zwei Remis der Ostdeutschen hintereinander bei gleichzeitig zwei Erfolgen der Münchner ließen den Titelverteidiger in der Tabelle davonziehen. Der Vorsprung beträgt mittlerweile beträchtliche fünf Punkte auf RB Leipzig. Während die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann auf Platz drei der Tabelle abgerutscht ist, konnte sich Borussia Dortmund auf Platz zwei vorschieben. Vier Punkte Rückstand sieht nach viel aus, doch das könnte sich bereits Anfang April ändern.

Rückkehr an die Spitze