Die Champions League bringt weitere Überraschungen

Das spektakulärste Fußball-Turnier Europas nimmt Anlauf auf das große Finale. Diese Wochen fanden die ersten vier Achtelfinalspiele statt, diese brachten so manche Überraschung. Am härtesten traf es den FC Liverpool von Deutschlands Star-Trainer Jürgen Klopp. Die überragend aufspielende Mannschaft dieser Saison in der englischen Premier League musste, nach dem überraschenden Ausscheiden im Cup, nun schon die zweite Titelhoffnung begraben. Immerhin waren die Reds als Titelverteidiger und zweimaliger Finalist ins Rennen gegangen, doch sie scheiterten an der defensiven Taktik von Atletico Madrid.

Dabei war die Ausgangssituation vor dem Spiel alles andere als hoffnungslos. Liverpool hatte im Hinspiel in Madrid mit 0:1 verloren und war daher unter Zugzwang. Doch das erschien im Vergleich zum Semifinale des Vorjahres durchaus machbar. Damals musste das Team einen 0:3 Rückstand aufholen und schaffte dieses Husarenstück, wie durch ein Wunder. Diesmal konnte selbst die legendäre Stimmung im Stadion an der Anfield Road nichts bewirken.

Der Titelverteidiger ist ausgeschieden

Zwar holte der Gastgeber im Zuge der regulären Spielzeit den Rückstand auf, doch die Verlängerung sollte große Überraschungen bringen. Der Start war mit dem benötigten 2:0 zwar perfekt, doch dann kam die Zeit von Atletico Madrid. Die Madrilenen holten nicht nur den Rückstand auf, sondern fixierten in der 120. Minute des Spieles auch noch den Sieg. Damit erlitt der FC Liverpool die erste UEFA Champions League Niederlage zu Hause seit mehr als fünfeinhalb Jahren. Jürgen Klopp zeigte sich nach dem Spiel bitter enttäuscht, wollte aber seiner Mannschaft keine Schuld zuweisen. Vor allem Ersatztorhüter Adrian hatte einmal schwer gepatzt, doch das war nicht ausschlaggebend für die überraschende Niederlage. Liverpool verzeichnete 70 % Ballbesitz und konnte seine zahlreichen Chancen aber nicht verwerten. 34 Schüsse auf das Tor reichten nicht aus, um mehr als zwei Tore zu erzielen, das dringend benötigte 2:0 in der Verlängerung fiel einfach fünf Minuten zu spät.

Der Titelverteidiger ist ausgeschieden
Der Titelverteidiger ist ausgeschieden

Thomas Tuchel revanchiert sich

Als sich Thomas Tuchel und Borussia Dortmund vor einigen Jahren trennten, ging der Trainer durchaus in Unfrieden. Die Beiden hatten sich nie wirklich perfekt ergänzt. Nun kehrte der Deutsche als Verantwortlicher von Paris Saint-Germain zurück. Im Hinspiel hatte er nach der 1:2 Niederlage seiner Superstars in Dortmund noch Kritik einstecken müssen, diesmal war alles eitel Wonne. Schließlich schaffte es die Mannschaft zum ersten Mal seit vier Jahren die Hürde Achtelfinale zu nehmen. Neymar und Juan Bernat hatten schon bis zur Pause den Endstand von 2:0 hergestellt. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Tuchel nach der Begegnung. Er äußerte Genugtuung und verwies auf jene 28 Spiele, die PSG zuletzt gewonnen hatte. Dortmund hatte in diesem Spiel keine Chance. Es fehlte an allen Ecken und Enden die gewohnte Durchschlagskraft, auch der neue Superstar Erling Haaland konnte keine Akzente setzen.

RB Leipzig spielt souverän

Viel erfolgreicher war da schon Liga-Konkurrent RB Leipzig. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann bezwang Tottenham Hotspur klar mit 3:0 und stieg mit einem Gesamtscore von 4:0 in die nächste Runde auf. Valencia verlor zu Hause gegen Atalanta mit 3:4 und flog mit einem Gesamtscore von 4:8 aus der UEFA Champions League. Damit stehen vier der letzten acht Teams fest, für Spannung ist weiterhin gesorgt.